PsychiatriePsychiatrie



Psychiatrie


"Selbstachtung
ist etwas sehr Reales und Starkes,
sie ist die Quelle von Strebungen,
die mächtig unser Verhalten beeinflussen
und unsere Anstrengungen unterstützen."

William McDougall (1871-1938),
britisch-amerikanischer Psychologe




Wer wird ergotherapeutisch behandelt?Wer wird ergotherapeutisch behandelt?

Patienten mit psychotischen, neurotischen, psychosomatischen Störungen und Suchterkrankungen, wie z. B.

  • Schizophrenie, Depression, Manie
  • Demenz, Morbus Alzheimer, hirnorganisches Psychosyndrom
  • Borderline-Persönlichkeitsstörungen
  • Neurotische Depressionen, Zwangs-, Angstneurosen, paranoide Persönlichkeitsstörung
  • Alkohol-, Drogen-, Medikamenten- oder Spielsucht
  • Eßstörungen, Schlafstörungen
  • Autismus, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen


Ziele der ErgotherapieZiele der Ergotherapie

Um eine größtmögliche Selbständigkeit zu erreichen, legt die Ergotherapie den Schwerpunkt auf Entwicklung, Erhalt und Verbesserung von

  • Antrieb, Ausdauer, Motivation, Belastbarkeit, Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung
  • Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
  • Realitätsbezogenheit von Fremd- und Selbstwahrnehmung
  • situationsgerechtem Verhalten, sozio-emotionalen Kompetenzen, Interaktionsfähigkeit
  • kognitiven Funktionen
  • psychischer Stabilität und Selbstvertrauen
  • eigenständiger Lebensführung und Grundarbeitsfähigkeit


BehandlungsansätzeBehandlungsansätze

Im Wesentlichen sind dabei drei Behandlungsansätze von Bedeutung:

  1. In der subjektbezogenen, ausdruckszentrierten Methode wird auf Basis tiefenpsychologisch orientierter Konzepte gearbeitet. Der Patient lernt Möglichkeiten kennen, über kreativ-gestalterisches Tun zur besseren Wahrnehmung von Erlebnisqualitäten zu finden. Das bedeutet, er lernt, seine Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle nonverbal zum Ausdruck zu bringen. Im Vordergrund steht dabei steht der Gestaltungsprozess als Weg zu besserem Selbstverständnis und Einblick in die darin begründeten Reaktionsweisen.
  2. Mit der soziozentrierten, interaktionellen Methode soll hauptsächlich die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit gelernt werden. In Partner- oder Gruppenarbeit soll sowohl Individualität als auch Anpassung an eine Gemeinschaft gelebt werden.
  3. Durch die sachbezogenen, alltagsorientierten Methoden sollen verlorengegangene oder nicht vorhandene Kompetenzen erworben werden. Zu diesem Zweck werden kognitive, handlungsbezogene und gefühlsbezogene Fähigkeiten geübt. Die Orientierungsfähigkeit des Patienten wird verbessert und er lernt, einen Bezug zur Realität herzustellen.